Mediation

Informationen, Fragen und Aktuelles zum Thema Mediation und Ausbildung von MediatorInnen

23. Juni 2018
von milan
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Überblick über unsere Mediationsausbildung G-17, 2017-2018

Am 10. Juni haben wir in Freiburg die 17. Jahresgruppe unserer Mediationsausbildungen abgeschlossen.

In unseren Ausbildungskursen vermitteln wir einerseits ein vielfältiges Wissen (Kommunikationstheorien, Konfliktdynamik, rechtliche Hintergründe …), die Teilnehmenden lernen Methoden kennen und üben diese anhand von Fallbeispielen, sie entwickeln mit der Zeit eine ‚mediative Haltung‘ und verändern ganz nebenbei viele ihrer anfänglichen Überzeugungen und Glaubenssätze.

Rückblickend haben die Teilnehmenden hier zusammen getragen, was sie von den  unterschiedlichen Bereichen besonders im Gedächtnis behalten haben:

         

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Siehe auch:

15. April 2018
von milan
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Erfolg führt zur Zufriedenheit“ oder „Zufriedenheit führt zum Erfolg“ ?

Shawn Achor, Autor des Buches ‚The Happiness Advantage‘ stellt die herkömmliche Meinung auf den Kopf: Nicht Erfolg führt zum Glücklichsein, sondern Glücklichsein fördert den Erfolg. Aber wie schaffen wir es, uns von äußeren Umständen unabhängiger zu machen? Dazu gibt er am Ende seines witzig-spritzigen Vortrags ein paar Tipps, die sich aus der umfassenden Forschung zur Positiven Psychologie ergeben.

Wer den TED-Clip lieber mit deutschen UT schauen will – Achor spricht sehr schnell(!) – hier zur TED-Seite wechseln.

Interview mit Shawn Achor über das Streben nach einem positiven Arbeitsumfeld

15. März 2018
von milan
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Wirkmacht und Wirkfaktoren

Viele Konfliktparteien wünschen sich spontan eine Veränderung im Außen: Änderung der Umstände oder Änderung im Verhalten der anderen Partei.

Was dabei oft zu wenig gesehen wird, ist, dass sie sich damit zunehmend von den äußeren Umständen abhängig machen. Konflikte bieten auch immer Lern- und Entwicklungschancen.

Der transformative Ansatz der Mediation würdigt diesen Aspekt explizit und steht daher schnellen Lösungen, die vielleicht noch von Außen vorgeschlagen werden, sehr zurückhaltend gegenüber.

Siehe auch den Blogbeitrag „Wirkfaktoren im Konflikt„.

2. März 2017
von milan
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All that we share

Solch eine Übung eignet sich für Teamentwicklungen, in Schulklassen und bei Team- oder Gruppenmediationen, besonders bei interkulturellen Themen oder zum Diversity-Management. Mit entsprechend „lockeren“, d.h. nicht zu persönlichen Fragen, auch als Starter oder zum Kennenlernen geeignet.

Eine Beschreibung und weitere Übungen in diese Richtung finden sich z.B. in der PDF-Broschüre der jugendstiftung.de.

9. September 2016
von milan
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Das Maß der Freiheit

Es gab einmal einen Zoo, der war schon recht alt, aber er war sehr gut ausgestattet und die dort lebenden Tiere wurden bestens versorgt. Sie waren allesamt dort geboren und es fehlte ihnen so gut wie an nichts.

lion-1577009_1280Die Löwen und die Wölfe lebten in zwei von einander abgetrennten Gehegen. Ihre Reviere hatten einen gemeinsamen Zaun und manchmal trafen sich die Tiere dort, lagerten an dieser Grenze und erzählten vom Leben auf ihrer Seite. Ein beliebtes Spiel zwischen ihnen war die Frage, wessen Gehege das Schönere und Größere sei und wer das bessere Futter erhielt. 3_woelfe

Eines Tages wurde ein neuer Wolf ins Gehege gebracht. Er verhielt sich ein bisschen sonderbar und es fiel ihm offensichtlich nicht leicht, die eingespielten Regeln zu verstehen. Nach einiger Zeit erzählte er seinen Mitwölfen – und auch den Löwen, denn es war Abend und die beiden Rudel hatten sich wieder einmal im Schatten am Zaun getroffen -, dass er aus der Wildnis kam.
„Was ist diese Wildnis?“ fragten die anderen.
„In der Wildnis kann man tagelang laufen, ohne auf einen Zaun zu treffen. Man jagt sein Fressen und niemand setzt dem Leben eine Grenze“, sagte der Neuankömmling.

Weil er sehr groß und sehr stark war, taten die anderen Tiere so, als wären sie an seiner Geschichte interessiert. Sie stellten viele Fragen über diese Wildnis und sprachen anerkennende Worte.

Hinter seinem Rücken jedoch lachten sowohl die Wölfe als auch die Löwen über ihn und waren sich einig: „Noch nie im Leben haben wir einen so dreisten Lügner erlebt wie diesen.“

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Wenn Menschen mit der Größe ihres Verstandes prahlen, dann ist das so als ob sie sich darüber stritten, wer die größere Gefängniszelle bewohne.

11. August 2016
von milan
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Innere Freiheit

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In meinem Blog-Beitrag „Wirkfaktoren im Konflikt“ habe ich darauf hingewiesen, dass Interpretation und Bedeutungsgebung bestimmter Gegebenheiten einer der konstituierenden Konfliktfaktoren ist. Abgesehen von unserem eigenen Verhalten ist dies der Faktor, bei dem wir die größte Gestaltungmacht haben.

Diese Gestaltungsmacht geht so weit, dass wir potentiell jeden Konflikt, den wir mit jemand anderem haben, unilateral lösen können.
Welche Wirkmacht und welche innere Freiheit darin verborgen liegt, hat Viktor Frankl in seinen Büchern eindrucksvoll beschrieben.

Viktor Frankl war Psychologe und Begründer der Logotherapie. Als Jude war er von 1952 bis zur Befreiung 1945 in verschiedenen Konzentrationslagern der Nazis gefangen gehalten. Seine Mutter wurde im KZ Auschwitz ermordet, seine Frau starb im KZ Bergen-Belsen.

Stephen Covey beschreibt in seinem Buch „Die sieben Wege zur Effektivität: ein Konzept zur Meisterung Ihres beruflichen und privaten Lebens“ wie Viktor Frankl inmitten seines Gefängnisses unerwartete Freiheiten entdeckte und entwickelte:

„Eines Tages, er war nackt und allein in einem kleinen Raum, begann er sich dessen bewusst zu werden, was er später die ,letzte Freiheit des Menschen‘ nannte – der Freiheit, die die Nazischergen ihm nicht wegnehmen konnten. Sie konnten seine Umgebung kontrollieren, sie konnten mit seinem Körper machen, was sie wollten, aber Viktor Frankl blieb ein selbstbewusstes Wesen, das beobachten konnte, was mit ihm geschah. … Er konnte in sich selbst entscheiden, wie all das sich auf ihn auswirken würde. Zwischen dem, was ihm widerfuhr, dem Reiz, und seiner Reaktion darauf lag seine Freiheit oder Kraft, die Reaktion zu bestimmen. Inmitten seiner furchtbaren Erfahrungen projizierte Frankl sich selbst in eine andere Umgebung und unter andere Bedingungen, sah beispielsweise, wie er nach seiner Befreiung aus dem Lager seine Studenten unterrichtete. Mit seinem inneren Auge zeichnete er sich selbst im Hörsaal, wo er seinen Studenten genau die Lektion vermittelte, die er während seiner Folterungen lernte.

Durch eine Reihe solcher Übungen … übte er seine kleine … Freiheit aus. Diese wuchs und wuchs, bis Frankl schließlich mehr Freiheit hatte als seine Nazi-Aufseher. Sie besaßen mehr Freiheiten, mehr Optionen in ihrer Umgebung, aus denen sie auswählen konnten, aber er verfügte über mehr Freiheit, mehr innere Kraft, seine Optionen auszuüben. Er wurde zu einer Inspiration für die Menschen in seiner Umgebung, selbst für einige Wächter.“

Auch wenn der Gedanke erst einmal gewöhnungsbedürftig ist: Selbst unter solch extremen Umständen wie Gefängnis, Folter und Konzentrationslager können wir uns die Freiheit erhalten, zwischen verschiedenen Optionen zu wählen. Wir sind diesen Umweltbedingungen nicht hilflos ausgeliefert, sonder sind immer noch autonome Wesen, die entscheiden, welche Wirklungen diese Umwelten auf uns haben.

Viktor Frankls Buch „…trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“ ist ein Zeugnis seiner Erfahrungen und Erkenntnisse.

Ausgang

Siehe auch Eintrag: Viktor Frankls Freiheit