Mediation

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Jenseits von Richtig und Falsch

| 5 Kommentare

„Jenseits der Vorstellung von Falsch und Richtig gibt es einen Raum.
Dort werde ich dich treffen.“

Rumi (Islamischer Mystiker und Dichter)

Ich habe die Vorstellung und Hoffnung, dass wir in der Mediation diesen Raum errichten. Und indem wir in unseren Mediationen diesen Raum errichten und mit den Menschen, mit denen wir dort arbeiten, beleben, erschaffen wir diesen „Raum“ auch inmitten unserer Gesellschaft. Noch ist dieser „Raum“ wohl eher ein kleines Kämmerchen, aber vielleicht wird er einmal zu unserem Hauptwohn- und Lebensraum werden.

5 Kommentare

  1. Hello! Ich mag Rumi. Wäre schön, hier mehr von ihm zu finden.

  2. Wie soll unsere Gesellschaft funktionieren, wenn es kein richtig und falsch mehr gibt?

  3. Hallo,
    ohne eine Orientierung, was richtig und falsch ist, können wir doch überhaupt nicht leben. Sicher kann man im Einzelfall sehr unterschiedlicher Meinung sein, aber letztlich muss man sich doch auf etwas einigen, was „richtig“ ist. Falsch ist es – zumindest hier auf dem Kontinent – , auf der linken Straßenseite zu fahren. Gott bewahre uns vor dem Durcheinander, wenn es diese Klarheit nicht mehr gäbe. Ich zumindest würde mich dann nicht mehr trauen Auto zu fahren.
    Mit freundlichem Gruß,
    Peter Heck

    • Hallo Peter Heck, danke für den Kommentar.
      So wie ich den Text verstehe, stellt er einerseits fest, dass wir eine Vorstellung von Richtig und Falsch haben. Nicht zu verwechseln mit einer realen Existenz von Richtig und Falsch. Die Unterscheidung existiert nur in unserer Vorstellung. Und für viele alltagspraktische Dinge, z.b. ob wir auf der rechten oder der linken Straßenseite fahren, ist es immens hilfreich, ‚gemeinsame Vorstellungen‘ zu haben. Konsense. Einigungen. Es ist ja nicht objektiv richtig auf der rechten Straßenseite zu fahren. Wenn wir uns in London derart „richtig“ verhalten würden, gäbe das ein großes Chaos.
      Die zweite Implikation ist, dass es die Möglichkeit gibt (einen Raum), in dem Richtig und Falsch nicht mehr so wichtig sind, sondern zu hören und zu verstehen, was für die eine Person stimmig ist und was für die andere. Und wenn nötig, neue Konsense auszuhandeln.
      Vor Gericht schauen wir, wer hat Recht und wer soll Recht bekommen.
      In der Mediation schaffen wir Begegnung in diesem Raum jenseits von Richtig und Falsch.

  4. Ja. In diesem Raum möchte ich gerne zu Hause sein. Aber ist das realistisch?

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