Mediation

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Den Stier bei den Hörnern packen …

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„Den Stier bei den Hörnern packen – er ist blind, hungrig und dankbar.“

Diesen Satz fand ich in einer Seminarausschreibung von Christoph Thoman zum Thema Vergangenheitsbewältigung oder Zukunftsorientierung in der Mediation. (Das Seminar ist leider schon gelaufen.)

Er führt diese Metapher noch weiter aus:
„Den Stier bei den Hörnern packen – er ist blind, hungrig und dankbar! Er ist blind (in den Emotionen verloren und orientierungsbedürftig), hungert danach gesehen zu werden – und dankt es sofort: Er wird zahm und setzt seine Kraft zum Konstruktiven ein.“

Mir hat diese Metapher zur Arbeit mit Gefühlen in der Mediation gut gefallen, da sie sowohl die Gefährlichkeit und Brisanz der Gefühle würdigt, als auch voller Zuversicht ist hinsichtlich des Wandels, den wir bei den Gefühlen initiieren und begleiten können. Wer Christoph Thomann schon einmal in einem Workshop oder in einer Mediation erleben durfte, weiß um die Klarheit und die Eleganz mit der er in der Klärungshilfe mit den Gefühlen arbeitet.

Gefühle sind bei der Entstehung von Konflikten wesentlich beteiligt, daher spielen sie auch bei der Bearbeitung der Konflikte eine wichtige Rolle. Wir lernen in der Schule lesen, schreiben, rechnen und einiges mehr. Den bewussten, gestaltenden Umgang mit Gefühlen – unseren und denen unserer Mitmenschen – lernen wir leider viel zu wenig. Daher kann es auch passieren, dass der Stier uns gelegentlich auf die Hörner nimmt.

Damit diese Dynmiken in der Mediation nicht dem Zufall überlassen werden, ist das Thema „Umgang mit Gefühlen“ ein wichtiger Bestandteil unserer Trainings.

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