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Archiv der Kategorie Methoden

13 Regeln zur Konfliktlösung …

… am Arbeitsplatz, mit Kunden und im Leben.

(Aus einem Artikel von mediate.com)

Keiner der folgenden Punkte ist wirklich neu oder beinhaltet ein “Wunderrezept”. Aber dennoch kann es hilfreich sein, die Zusammenstellung zu lesen, auf sich wirken zu lassen und vielleicht zur Überprüfung des eigenen Konflikt- oder Mediationsstils zu nutzen:
* Welche dieser Maxime ist bei mir recht gut, welche (noch) relativ schwach ausgebildet?
* Welchen Punkt würde ich gerne mehr berücksichtigen und/oder in Zukunft etwas trainieren.
* Gibt es einen Punkt, den ich nicht teile, oder sogar für kontraproduktiv halte?

Im Originalartikel nennt der Autor sie ‘Tools’ - Handwerkszeuge. Ich denke, sie spiegeln jedoch auch - und vielleicht sogar mehr noch, eine Haltung wieder als bloße Techniken.

In der Mediation kannst Du schauen, gegen welche der Punkte die Konfliktparteien verstoßen. Und Du unterstützt sie darin, diese - wieder - zu berücksichtigen.

1. Bleibe ruhig.
2. Höre zu, um zu verstehen, worum es dem anderen geht.
3. Betone das Positive.
4. Lege Dein Anliegen respektvoll da.
5. Greife das Problem an, nicht die Person.
6. Vermeide Schuldzuweisungen.
7. Konzentriere Dich auf die Zukunft, nicht auf die Vergangenheit.
8. Stelle die richtigen Fragen.
9. Prüfe, ob dieser Konflikt die Mühe wert ist.
10. Entwickle Wahlmöglichkeiten.
11. Sei kreativ.
12. Sei zuversichtlich.
13. Würdige erzielte Übereinkünfte und feiere die Erfolge.

(Lee Jay Berman)

Quelle: mediate.com
Über den Link kommt man zum Originalartikel. Dieser enthält in gut verständlicher englischen Sprache zu jedem der Punkte noch 1-2 erklärende Absätze.

Gesprächstechniken

„Gemeint ist nicht gesagt,
gesagt ist nicht gehört,
gehört ist nicht verstanden.
Verstanden ist nicht einverstanden,
einverstanden ist nicht angewendet,
angewendet ist nicht beibehalten.“
(Sprichwort)

 

Diese “Kette” ist uns MediatorInnen bewusst und wir unterstützen die Konfliktparteien darin, die “fehlenden Glieder” nach- bzw. einzuarbeiten.

Aber es gibt auch “Gesagt ist nicht gemeint“. Wenn wir das vermuten, müssen wir nachhaken und überprüfen. Das kann zum Beispiel auch bei den drastifizierenden und damit oft eskalierenden Worten “immer”, “nie”, “keiner”, “alle” geboten sein.

Hier ein nettes Beispiel für die Überprüfung, ob das Gesagte auch tatsächlich das Gemeinte ist:

Die hübsche Studentin zum Professor: “Glauben sie mir, ich würde alles tun, um dieses Examen zu bestehen. Ich meine wirklich alles.”
Der Professor hakt nach: “Wirklich alles?” sie beugt sich zu ihm und blickt ihm tief in die Augen, wobei sie haucht: “Alles.”
Da fragt er im Flüsterton: “Würden sie lernen?” 

Reframing

Ein nettes Beispiel für kreatives Reframing:

Der Grosswildjäger geht mit seinem Hund auf Safari. Mittags legt sich der Hund unter einen Baum, um sich auszuruhen. Plötzlich kommt ein hungrig aussehender Löwe auf ihn zu. Der Hund bekommt Angst und überlegt, wie er aus dieser brenzligen Situation rauskommen könnte.

Er schleicht ein Stück weiter und legt sich vor einem Knochenhaufen auf den Boden. Als der Löwe nah genug ist, sagt er laut: “Das war aber ein leckerer Löwe. Ich wünschte, es wäre noch einer da.”

Der Löwe bekommt Angst und nimmt Reissaus.

Ein Affe, der alles von einem Baum aus beobachtet hat, überlegt, wie er das Ganze zu seinem Vorteil ausnützen könnte, um den Löwen zum Freund zu gewinnen. Er läuft zu dem Löwen und klärt ihn über alles auf. Da sagt der Löwe: “Komm her, Affe, spring auf meinen Rücken und wir holen uns den verdammten Hund!”

Der Hund sieht das seltsame Gespann schon von Weitem. Er denkt kurz nach und als die beiden nah genug sind, meint er: “Wo bleibt denn nur dieser verlauste Affe? Vor einer Viertelstunde hab ich ihn losgeschickt, um einen neuen Löwen zu besorgen, und er ist immer noch nicht zurück!”

Fragetechniken

Was ist das Problematische an “Warum-Fragen”?

Wir hatten das Thema kürzlich in einem Ausbildungsmodul, zur Auffrischung und Ergänzung hier noch ein Verweis auf eine nette Präsentation zum Thema “Systemische Fragetechniken”, in der dieses Thema aufgegriffen wird:

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